27.6.2014 - Initiative Schulbesuch

20.06.2014

Initiative Schulbesuch für jugendliche AsylwerberInnen bzw. anerkannte Flüchtlinge

Am 20.06.2014 erfolgte ein Schreiben an den Landesschulrat für NÖ mit dem dringenden Ersuchen, auch nicht schulpflichtigen Jugendlichen den Besuch einer Schule zu ermöglichen. Derzeit ist dieser Besuch (in NÖ) nur denjenigen gestattet, die gut Deutsch sprechen.
Aber was machen junge Menschen, die vielleicht grad das 9. Schuljahr für ein halbes Jahr besucht haben und eben noch nicht gut genug unsere Sprache sprechen?
Was macht eine 15-Jährige, die gerade aus ihrem Land fliehen musste und nun – im 10. Schuljahr – vom Schulbesuch ausgeschlossen ist?


Aus unserer und aus Sicht unseres Landes ist dies eine Vergeudung von Talenten.
Denn wenn man davon ausgeht,
dass gerade junge Menschen eine neue Sprache schnell erlernen,
dass viele dieser jungen Leute im Land bleiben und hier arbeiten werden,
dass diese Leute monatelang – bisweilen jahrelang – auf ihren Asylbescheid warten,
dass wir ihnen aber außer Nichtstun nichts anbieten können,
dann beißt sich die Katze sprichwörtlich in den Schwanz. Denn auch diese in schwierigen Lebenumständen befindlichen Jugendlichen werden zu einem guten Teil einmal unsere Autos reparieren, unsere Haare schneiden, unsere Kinder und Enkel unterrichten (wenn sie es dennoch schaffen) oder vielleicht arbeitslos und beanspruchen unser Sozialsystem.

(Auszug aus dem Schreiben an den Landesschulrat)

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